… und was essen die Kinder?!

Das war die erste Frage, die meiner Frau Marietta durch den Kopf ging, als Andreas uns unser Programm für die ersten 2 Wochen unserer Ernährungsumstellung erklärt hat. „Na, das gleiche wie ihr.“ lachte er. „Die Kids dürfen ruhig auch mal Kartoffeln oder Reis dazu essen. Aber bitte keine Nudeln. Und kein Brot. Und …“

„Das kann ja was werden! Kinderernährung ohne Brot und Nudeln.“ Wer selber Kinder hat weiß, wie schwer das wird. Das fängt ja schon beim Frühstück an, was wir beide auslassen, aber Lina & Jakob natürlich ohne morgens gar nicht klar kommen. „Versucht’s mal mit Früchten … oder Rührei.“ OK, den Versuch wollten wir starten. Da Marietta morgens sowieso schon Stress genug hat mit den beiden, ließ ich alter Langschläfer mich zu der Aussage hinreißen, dass ich das Frühstück von nun an übernehme. Man soll ja nicht nur die Ernährung ändern, sondern auch sonst an sich arbeiten. Das klappt übrigens bis heute! 😉

Also fing der erste Morgen mit Rührei an. Schön mit Räucherlachs. Da bekam der Papa auch gleich Appetit, aber für mich gab’s ja erstmal nur Suppe. Die Kinder haben sich natürlich gefreut. Das Problem war nur, dass Jakob um 10:00 Uhr wieder einen solchen Hunger hatte, dass er eine Zwischenmahlzeit einlegen musste, die er eigentlich nicht braucht. „Dann macht ihm doch Kartoffeln rein.“ war Andreas Tipp. Die Kids dürfen ja … und auch das funktioniert bis heute.

Beim Mittagessen hatten wir den Vorteil, dass Marietta eh immer schon sehr frisch mit Gemüse und ohne Tütchen oder ähnlichem Fertigzeug gekocht hat. Wir mussten eigentlich „nur“ ein paar Sachen weglassen, die wir in der Zeit nicht essen sollten. Und beim Fleisch haben wir uns entschieden, kein SB-Fleisch mehr aus dem Supermarkt zu holen, sondern das gute von Hamachers. Vom Metzger ist es zwar was teurer, aber es lohnt sich.

Anfangs war es für die Kinder schon eine ziemliche Umstellung und Marietta musste öfter was zusätzlich kochen, damit es irgendwie passt. Aber auch das hat sich mit der Zeit eingependelt. Kinder gewöhnen sich erstaunlich schnell an sowas. Nudeln gab’s dann für die beiden doch schonmal, aber auch das war irgendwann nicht mehr das Highlight. Kohlrabi stand irgendwann sogar höher im Kurs.

Der Abend sollte ein Kinderspiel werden, da meine Frau davon überzeugt war, dass die beiden sehr gerne auf ihr Brot verzichten. „Die finden es super, dass abends warm gekocht wird!“ Und so war es auch. „Na, wenigstens lohnt sich der Aufwand, zwei Gerichte pro Tag zu kochen. Das mache ich aber auch nicht ewig!“ Da muss ich mir noch was einfallen lassen. Am Wochenende übernehme ich das Kochen mittlerweile auch schon mal. Und das Kartoffelschälen bzw. -kochen (Veränderung und so, ne). So langsam fängt es sogar an Spaß zu machen. Wer hätte das gedacht!

Brot gibt’s bei uns übrigens nur noch donnerstags … wenn die Oma da ist. 😉

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