DIE TRAURIGE WURST IM ABSEITS: DER SÄURE-BASEN HAUSHALT

Der Säure-Basen Haushalt ist ein viel diskutiertes Thema. Kaum jemand weiß aber wirklich was dahintersteckt und die verfügbaren Erklärungen sind oft schwer verständlich und ohne direkten praktischen Nutzen. Hier bringe ich das Thema mal für dich auf den Punkt.

Du wirst schnell müde oder gar nicht erst wach, bekommst nicht den richtigen Drive und deine Laune lässt auch zu wünschen übrig? Deine Gelenke tuen dir ab und zu weh? Oder hast du ein diffuses Leiden bei dem dein Hausarzt dir nicht weiterhelfen kann? Willkommen im Thema!

Bei einer schleichenden oder chronischen Übersäuerung (CLA) leidet der gesamte Organismus. Diäten und lange Fastenkuren stellen durch die Freisetzung von Ketonkörpern eine zusätzliche Herausforderung für das System dar, ebenfalls andauernde sportliche Belastungen. Häufiger Konsum von verarbeiteten Fleischprodukten aus konventioneller Produktion, insbesondere auch von Getreide- und Milchprodukten, Sojaprodukten und Erdnüssen, Zucker, Kaffee oder Alkohol wirkt sich ungünstig auf den Säure-Basen-Haushalt des Körpers aus. Eine klinische Diagnose ist z.B. über eine Bluttestung möglich. Die Fähigkeit des Körpers zu entsäuern lässt sich mittels Urintests ermitteln. Also: einfach mal Lulu auf’s Indikatorstreifchen machen!

Was aber passiert im Organismus? Wenn wir noch jung und knackig sind und die Nierenfunktion zum 100% gegeben ist wird unser Körper in der Regel noch gut mit den ernährungsbedingten Säureüberschüssen fertig. Mit dem normalen Alterungsprozess, wenn die Leistungsfähigkeit der Niere als Ausscheidungsorgan von Säure sinkt, kommt es häufig zu diffusen Beschwerden, dies ist oft der Einprungspunkt in schwere Krankheiten.

Als Abfallprodukte aus der Energiegewinnung des Organismus fällt per se Säure an. Zusätzlich entstehen aber auch Säuren bei der Verwertung z.B. der oben aufgeführten Nahrungsmittel. Zum Ausgleich dieses hauseigenen Säureangriffs verfügt der Körper über Basenspeicher, die den ph-Wert neutralisieren. Auch diese werden im Alter und durch ungünstige Ernährung schwächer, nach den ‚besten Jahren ist also Vorsicht angesagt. Es ist also wie sooft alles eine Sache der richtigen Balance.

Bei uns industrialisierten Westeuropäern bestehen durchschnittlich nur etwa 20 Prozent unserer Ernährung aus Basenbildnern wie Obst und Gemüse. Damit wird es oft schwierig  die Basenspeicher zu füllen um so ein natürliches Säure-Basen-Gleichgewicht zu schaffen. Viel Zeit auf der Couch anstatt in Bewegung begünstigt diese Szene: der Durchblutungsmangel in der Muskulatur führt zu Milchsäureüberschüssen und die Bewegungsarmut allgemein zu einer Verlangsamung aller Stoffwechselprozesse, eingeschlossen der Entgiftung. Die Quintessenz ist eine immense Belastung für unsere Zeltstrukturen, die sich in dem veränderten ph-Wert gar nicht mehr wohlfühlen. In der Folge steigt die Immunaktivität und wir geraten in eine ungünstige hormonelle Disposition. 

Vor allem in der populärwissenschaftlichen Literatur finden sich häufig Tabellen zu „sauren“ und „basischen“ Lebensmitteln. Der pH-Wert der Nahrung sagt nichts darüber aus, wie sie sich bei der Verstoffwechselung im Körper verhält. Zitrusfrüchte beispielsweise schmecken sauer, liefern dem Körper aber Basen. Eine moderne und wissenschaftlich korrekte Einordnung erfolgt nach dem sogenannten PRAL-Wert.Der PRAL Wert git an, wie hoch die Säureausschüttung der Niere beim Verzehr von 100er. des entsprechenden Lebensmittels ist

Gemäß PRAL sind Käse, Fisch und Fleisch (aus konventioneller Tierhaltung), aber auch Getreideprodukte aktive Säurebildner. Obst- und Gemüse werden basenbildend verstoffwechselt und weisen negative Werte auf.

PRAL-Tabelle (Quelle: Internet)

Lebensmittelgruppe Potentielle renale Säurelast (PRAL) [milli-Äquivalente]
Getränke Rotwein -2,4
Kaffee -1,4
Cola 0,4
Bier (hell) 0,9
Gemüse -2,8
Fette und Öle Margarine -0,5
Olivenöl 0
Butter 0,6
Fisch 7,9
Obst und Fruchtsäfte -3,1
Getreideprodukte Vollkornbrot 1,8
Weißbrot 3,7
Nudeln 6,7
Fleisch (konventionell)

Fleisch (Wild- und Weidetiere)

9,5

0,7

Mich und
Milchprodukte
Vollmilch 0,9
Joghurt 1,5
Quark 11,1
Käse 23,6
Hühnerei 8,2
Zucker 0
Kartoffeln -4,0

 

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