EATABLE ESSENTIALS TEIL 2: SALZEN, WÜRZEN UND SÜßEN

Gute Gewürze hauen’s raus! Punktum. Wenn du dein Weidefleisch-Steak mit Supermark-Salz für 19 Cent bestreust ist das auch Tierquälerei – nur post mortem. Viele gute Absichten in der Küche werden durch zu wenig oder schlechte Gewürze zunichte gemacht und die Ergebnisse sind dann im besten Fall ‚ok‘. Damit gebe ich mich nicht zufrieden: Also habe ich mal in meine Schränke geschaut und für dich aufgelistet, was ich in der Küche zum würzen verwende. Viele meiner Klienten benutzen diese Sachen auch und haben sich im Gegenzug von den keinen Helferlein aus den bunten Beuteln verabschiedet. Für ihre Gesundheit und den guten, natürlichen Geschmack!

Salz, Pfeffer und Gewürze

Unraffiniertes Meersalz: Raffinierte (oder industriell aufbereitete) Salze sind kurz gesagt einfach ungesund – daher der schlechte Ruf des Salzes. Wenn du auf Fertigprodukte mit all ihren versteckten Salzen (und Zuckern) verzichtest solltest du deine Mahlzeiten so salzen wie es dir schmeckt. Natriumsalz ist für deinen Organismus lebenswichtig – und sparen macht hier keinen Sinn. Weder bei der Menge noch bei der Qualität. Ich verwende das ungereinigte Meersalz Sel Marin de la Île de Noirmoutier von der französischen Atlantikküste. Es ist grobkörnig und supergut für alle Gerichte, die du schon beim kochen salzt.

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Fleur de Sel: Das perfekte Salz für den Tisch – und da gehört es auch hin. Egal ob Steak, Fisch, Salat, Eier oder eine simple Tomate: ein gutes Fleur de Sel macht einen ganz besonderen Genuss daraus. Jedes Fleur de Sel schmeckt anders – und das macht es auch besonders spannend. Mein persönlicher Favorit für die Alltagsküche ist das griechische Fleur de Sel von pikantum. Der Preis ist mehr als fair und es schmeckt mild aber trotzdem eigenständig. Naja, und Griechenland kann deine Hilfe auch brauchen 😉 Ach ja, Pyramidensalz ist kein Fleur de Sel, auch wenn oft damit geworben wird.

Pfeffer: Auch hier gibt es wie überall die Wahl zwischen Alltag und Sonntag. Für den Alltag empfehle ich wieder den Pfeffer von pikantum.de. Für Pfefferfreaks (und ja, den Unterschied schmeckt man wirklich) ist Kampot-Pfeffer die beste Wahl. Diesen bekommst du bei Hennes Finest in Köln oder auch direkt im Online-Shop.

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Gewürze: Bio, bio, bio! Hände weg vom Supermarktregal – zumindest wenn du möchtest, dass deine Mahlzeiten ganz besonders lecker werden. Klar schmeckt der Thymian vom Discounter für seine 99 Cent mit Glas nach Thymian aber er kann nix, wirklich gar nix, gegen einen Premium-Vertreter. Gute Gewürze brauchst du in homöopathischen Dosen – warum also ausgerechnet hier sparen? Generell sind Herkunft, Frische und sachgemäße Lagerung superwichtig. Such dir also einen Händler, der ordentlich Durchsatz macht und in luft- und lichtdichten Verpackungen liefert. Keiner weiß, wie viele Wochenmärkte der Estragon im schicken Zellophanbeutelchen schon gesehen hat. Ich kaufe meine Gewürze seit vielen Jahren bei pikantum.de und bin absolut zufrieden.

Ich lagere meine Gewürze in einfachen kleinen Schraubdeckelgläsern. Hier kommt man ganz einfach mit einem Teelöffel rein, das Auffüllen ist einfacher und der Aromaschutz ist optimal. Stapeln lassen sie sich auch. Das Gewürze nicht ins Licht sondern in einen dunklen Schrank gehören versteht sich von selbst 😉

Natürliche Süße

Honig: Wo immer du in einer ländlichen Region bist, am besten gut bewaldet und mit wenig Ackerwirtschaft, kauf Honig bei einem lokalen Imker. Guter Honig ist wie guter Wein: jede Region schmeckt anders. Honig aus kleinen Imkereien ist ein echtes Erlebnis. Dazu unterstützt du die wenigen Menschen, die dafür sorgen, dass die Bienen uns noch ein paar Jahre dienen. Keine Bienen, keine Nahrung, keine Menschen. So einfach ist das. Ich brauche wenig Honig, kaufe einmal im Jahr einen Eimer bei ebay und bin noch nie enttäuscht worden. Toll finde ich den Honig aus dem  bayrischen Wald,  ich mag den würzigen und nicht so süßen Geschmack des Honigs.

Ahornsirup: Wenn deine Süße mal etwas neutraler sein soll eignet sich naturbelassener Ahornsirup ganz hervorragend zum sparsamen süßen. Auch wenn du sensibel auf Fruktose reagierst ist Ahornsirup besser als Honig für dich geeignet. Da die meisten Produkte aus Nordamerika stammen ist bio meiner Meinung nach Pflicht. Ich benutze einen dunklen kanadischen Ahornsirup, den es auf Amazon gibt.

Kokosblütenzucker: Finde ich generell bedenklich. Für das Süssungsmittel spricht der niedrige glykämische Index – dagegen die oft mangelhafte Nachhaltigkeit bei der Bewirtschaftung von Kokosplantagen und die Notwendigkeit der industriellen Aufbereitung. Der ‚Zucker‘ wird aus dem Nektar der Kokosblüten gewonnen und gibt eine angenehm dezente Süsse ab. Wenn du ihn verwendest achte auf ein Bio/Fairtrade-Produkt, wie z.B. diesen hier.

Rohrohrzucker: Ganz sicher besser als jeder raffinierte Industriezucker aber am Ende eben Zucker. Für mich fast komplett entbehrlich, allerdings zum semi-gesunden Kuchenbacken ganz praktisch. Gibt es mittlerweile fast in jedem Supermarkt. Auch hier gilt unumwunden Bio und Fairtrade. Rohrohrzucker zieht Feuchtigkeit an und lagert genau wie Kokosblütenzucker am besten in einem Glas mit Deckel!

Vielleicht noch ein abschließender Satz zur Süße ansich: auch wenn es die natürlichen Süßungsmittel schon seit Urzeiten gibt, standen sie uns Menschen niemals in derartigen Mengen und über das ganze Jahr hinweg zur Verfügung. Wer also ursprünglich leben möchte, guckt vielleicht neben dem Produkt auch auf die Menge und die Häufigkeit, in der er es benutzt.

Adé, du kleiner morgendlicher Paleo-Muffin 😉

In den nächsten EATABLE ESSENTIALS geht um Samen, Saaten und Kerne … stay tuned!

zu Teil 1 – Öle & Fette
z
u Teil 3 – Samen, Saaten, Kokos

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