EATABLE ESSENTIALS TEIL 5 – NÜSSE & KERNE

Nüsse und Kerne sind ein fester Bestandteil in der natürlichen Küche. Sie liefern – zumindest überwiegend – gute Fette und saubere Energie. Die Qualitätsunterschiede bei den verschiedenen Händlern sind, genau wie die Unterschiede im Preis, riesig. Wofür du welche Nüsse und Kerne verwenden kannst und wo du die beste Qualität zum fairen Preis bekommst erfährst du hier.

Nüsse, Samen und Saaten sind echte Superfoods. Also sollte man beim Einkauf auch die entsprechenden Qualitätskriterien anlegen.

Meiner Meinung nach dürfen Nüsse & Kerne zwar zu einem Teil der Regelernährung werden, als Snack sind die aber definitiv ein Genussmittel. Kurzum: eine Hand voll am Tag langt. Wenn du viele Nüsse verzehrst solltest du dich auch zu den Antinutrienten, wie z.B. Phytinsäuren und zur Auswirkung auf den Säure/Basen-Haushalt belesen.

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Noch eins vorab. Ich beschreibe hier nur die Nüsse, Samen und Saaten, die ich für ‚gut‘ halte. Erdnüsse (sind übrigens Hülsenfrüchte), Paranüsse (zu viel Phytinsäure) und andere Vertreter mit ungünstigen Profilen findest du hier nicht. Mein Einkaufstipp in diesen EATABLE ESSENTIALS gilt für alle beschriebenen Produkte und ist der Shop von Mark. Er hat sich lange durch Chargen von Nüssen & Co geknabbert und die besten Lieferanten gefunden. Mit Links in den Beschreibungen geht es zu genaueren Informationen.

Nüsse

Macadamien oder auch Macadamianüsse stehen irgendwie immer an erster Stelle. In guter Qualität schmecken sie absolut fantastisch. Du kannst sie in Müslis, beim Kochen und gehackt als Garnitur verwenden – jedesmal ist es ein Gewinn! Macadamien sind die fettigsten Nüsse überhaupt, es gibt kaum eine andere Möglichkeit, so schnell so viel Energie in den Körper zu holen. Von gesalzenen Macadamias aus dem Discounter rate ich ab: Diese sind meist in billigem Sonnenblumenöl geröstet und das einfache Steinsalz animiert dazu, mehr zu essen als du willst und brauchst. Die besten Macadamien kommen aus ihrem Ursprungsland Australien.

pecans-1214712_1280Pekannüsse: Geschmacklich und botanisch nah an der Walnuss punkten Pekannüsse mit einem leicht süßlichen Geschmack. Mit einem guten Drittel sind sie reich an Ballaststoffen und bringen damit Lebensfreude ins Verdauungssystem. Ich benutze Pekanüsse häufig in der Küche – z.B. in Schmorgerichten wie Gulasch oder bei Ofengerichten. Top geeignet sind sie auch für selbstgemachte Paleo-Müslis! Pekannüsse gibt es in sehr unterschiedlichen Qualitäten und von Supermarktware kann ich aufgrund des miserablen Preis/Leistungsverhältnisses nur abraten.

Walnüsse: Am besten sammelst du einfach selbst, trocknest ordent
lich und hast den ganzen Winter was zum knabbern. So mache ich das. Ich habe mir ein paar nicht so stark frequentierte Walnussbäume in meiner Umgebung gesucht und fahre im Spätsommer mit dem Rad dorthin. Nach einer Stunde sammeln ist der Rucksack voll. Wichtig bei Walnüssen ist auf jeden Fall die ordentliche Trocknung – ansonsten bildet sich schnell das Pilzgift Aflatoxin. Deshalb würde ich auch zwingend von Kauf frischer Walnüsse auf ebay & Co. abraten, hier ist nicht nachvollziehbar wie die Nüsse getrocknet und gelagert wurden. Geknackt und verpackt kommen die leckersten Walnüsse übrigens aus Nord- und Südamerika. Trotz Trump.

Kerne

almond-blossom-686588_1280Mandeln sind botanisch keine Nüsse – sie sind die Früchte des Mandelbaums. Und somit unterscheiden sie sich auch erheblich von den nussigen Vertretern, mit denen sie regelmäßig in eine Tüte geworfen werden. Besonders wichtig zu wissen ist, dass Mandeln basisch verstoffwelchselt werden. Mit Ausnahme von Haselnüssen (die aber ein extrem ungünstiges Fettsäureprofil haben) sind sie damit ziemlich alleine. Dazu kommt der sensationell hohe Anteil an Ballaststoffen und die prebiotische Wirkung: Mandeln sind Darmgesundheit pur. Dennoch git auch hier die Eine-Hand-ist-genug-Regel 😉

Kürbiskerne machen Schluss mit ‚Prostata‘. Tatsächlich sind sie das einzig medizinisch bekannte Naturprodukt, dass das lästige Leiden erheblich lindert. Kauf Kürbiskerne aus Europa, am besten aus Österreich. Hände weg von Chinaware, hier ist der Ursprung und die Wirkung absolut nicht mehr nachvollziehbar. Dazu sollten Produkte, die es auch in unseren Breiten in toller Qualität gibt vielleicht nicht um den halben Erdball gekarrt werden, bevor sie in deiner Küche landen.

cashew-nuts-322556_1280Cashewkerne: durch den hohen Gehalt der Aminosäure Tryptophan (eine Vorstufe des Homons Serotonin) wirken Cashewkerne antidepressiv – dafür brauchst du allerdings zwei Hände voll am Tag. Dementsprechend sollte die Tagesladung Cashews z. B. durch den Verzehr von Eiern oder Fisch ergänzt werden wenn du eine stimulierende Wirkung erzielen möchtest. Cashews haben einen vergleichsweise geringen Fettgehalt und viel pflanzliches Protein. Du kannst sie in der Küche total flexibel einsetzen; am besten schmecken Cashews wenn sie kurz in einer Pfanne ohne Öl angeröstet werden. Cashews sind botanisch Kerne und keine Nüsse. Als Mus fein vermahlen sind Cashews übrigens ein toller Belag für getreidefreie Brote: Hier kann ich das Cashewmus von Eisblümerl empfehlen!

flower-179003_1280Sonnenblumenkerne: Die Samen der Sonnenblume sind rappelvoll mit Eiweiß und Vitaminen. Hier ist insbesondere der Combo Vitamin D und Vitamin K zu nennen, der sie gerade in der dunklen Jahreszeit wertvoll macht. Sie taugen nicht nur als Topping für Salate, sondern können auch super zum backen benutzt werden. Du kannst sie auch einfach im Backofen oder in der Pfanne rösten und z.B. mit fein gemahlenem Fleur des Sel zu einem Knabberhighlight machen.

Pinienkerne sind mir in der Regel einfach zu teuer, um sie in einem Pesto zu verarbeiten. Hier nehme ich in der Regel Cashews. Pinienkerne sind reich an Phosphor, Selen und Vitamin A und können hier mit geringen Mengen Defizite ausgleichen. Die Konsistenz ist eher cremig, geröstet gewinnen sie mächtig an Aroma.

Informationen zu Kokosprodukten findest du in den EATABLE ESSENTIALS Teil 3!

Nüsse und Kerne in bester Qualität bekommst du im eat better shop. Klar geht es auch billiger – aber eben einfach nicht so gut. Gerade bei den fetthaltigen Lebensmitteln solltest du auf beste Qualität achten. Wie auch bei uns Menschen reichern sich in tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln die meisten Schadstoffe eben in den Fetten an. Also halt dich fern von Discounter- und Supermarktwaren 😉

Und hier geht es zu den anderen Teilen der Serie 🙂

 

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