EATABLE ESSENTIALS TEIL 4 – GETROCKNETE SUPERFOODS

Lebensmittel mit besonderen Eigenschaften – also Superfoods – spielen in meiner Ernährung eine große Rolle. In gezüchtetem Obst und Gemüse sind heute weit weniger Mikronährstoffe als noch vor wenigen Jahren. Superfoods schließen diese Deckungslücke: sie sind natürliches Funtional Food und kommen mit perfekten Kombinationen der wirksamen Anteile daher. Viele Superfoods sind in den letzten Jahren schwer in Mode gekommen und plötzlich finden sich scheinbar unbegrenzte Mengen in den Regalen von Supermärkten und Discountern.

Da ich von Superfoods vergleichsweise wenig brauche, lege ich hier besonders großen Wert auf Herkunft und Qualität.

Am Ende will ich ja, dass ich durch den Verzehr eine bestimmte Wirkung aufgrund der Inhaltsstoffe bekomme. Also muss ich sicher sein, das diese Inhaltsstoffe in entsprechender Menge drin und dazu auch noch für den Körper bioverfügbar sind. Natürlich will ich auch keine Toxine wie z.B. Pestizidrückstände in meinem Superfood. Hier gestaltet sich die Suche nach Lieferanten besonders schwierig und ehrlich gesagt war das eines der stärksten Motive, zusammen mit Mark den eat better Shop zu gründen: Um einfach zu wissen, wo die Sachen herkommen. Hier also meine Empfehlungen für dich:

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Die Liste der Superfoods hier ist (noch) nicht vollständig, aber ein Anfang mit leicht verfügbaren und besonders wirkungsvollen Produkten. Zu den saisonalen, frischen Superfoods wie Sellerie und Rote Beete werde ich euch in den kommenden Wochen mit Infos versorgen – heute geht es nur um die wichtigsten getrocknete Produkte! Wer sich für ausführliche Infos zu Superfoods interessiert, dem sei das Buch von David Wolfe zum Thema warm ans Herz gelegt. Es liest sich gut und ein paar äußerst schräge Rezepte sind auch drin 😉

Gojibeeren: klein, rot und rappelvoll mit Mikronutrienten und sekundären Pflanzenstoffen gehören Gojis ganz weit oben auf die Superfoodliste – auch wenn sie heute (berechtigt) kontrovers diskutiert werden. Vermeidet alles, was aus konventioneller Produktion irgendwo aus Fernost stammt! In diesen Produkten finden sich regelmäßig Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und die Konzentration der Mikronährstoffe ist absolut nicht nachvollziehbar. Was gute Gojis alles können, habe ich hier für dich zusammengetragen. Mark hat lange gesucht und Bio-Gojibeeren mit Herkunftsgarantie gefunden. Diese kosten deutlich mehr als die Massenware, bringen dafür aber auch die Wirkung, die du dir erhoffst. Man kann den Unterschied übrigens auch schmecken.

Physalis: finde ich fast noch ein bisschen interessanter als Gojibeeren. Grundsätzlich im Profil vergleichbar liefern Physalis vor allem reichlich Adaptogene – diese helfen dir bei der Autoregulation von Stress. Allerdings sind diese sekundären Pflanzenstoffe auch nur bei naturnah angebauten Kapstachelbeeren in signifikanter Menge enthalten. Hier findest du einen Artikel über die verschiedenen Wirkungen und hier den Link zu den Physalis im Shop, die Mark und ich nach langer Suche getestet und für gut befunden haben.

eatbetter_maulbeerenMaulbeeren:
Losgelöst davon, dass Maulbeeren ein reales geschmackliches Suchtpotential mitbringen haben sie gerade in einer basenbetonten Ernährung und in der Grippe- & Schnupensaison eine Daseinsberechtigung auf dem Speiseplan. Maulbeeren sind gut bestückt mit Phenolen und Vitamin C. Damit wirken sie entzündungshemmend und immunisierend zugleich. Du solltest auf jeden Fall auf ein Bioprodukt zurückgreifen um die gewünschte Wirkung zu bekommen. Da Maulbeeren eine sehr feine Oberflächenstruktur haben sind die äußerlichen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln aus einer konventionellen Produktion meiner Meinung nach ein absolutes K.O.

Wildfeigen: Es gibt nichts basischeres als Wildfeigen. Gerade wenn wir nicht mehr vom Quell der Jugend trinken, kann unser Körper die mit der Nahrung oder z.B. auch durch Stress entstehenden Säuren deutlich schlechter kompensieren. In der Folge wird mehr Zellmaterial beschädigt, die Regeneration erschwert und wir altern schneller. Basenbildende Nahrung macht also Sinn. Wildfeigen sind hier die beste Wahl – allerdings solltest du sie sparsam verwenden. Eine Hand voll pro Tag reicht absolut aus, um deinen Säure/Basen-Haushalt zu regulieren!

Blaubeeren: Kaum ein Nahrungsmittel enthält mehr Antioxidanzien als getrocknete Waldbeeren. Natürlich wäre es am besten, diese direkt in der Natur zu sammeln – allerdings ist die Saison kurz und die Arbeit mühsehlig. Getrocknete Blaubeeren können z.B. dein Paleo-Müsli bereichern oder beim Kochen mit verarbeitet werden.

eatbetter_berberitze_superfoodBerberitzen:
klein, rot, säuerlich – und bei uns weitgehend unbekannt. Dabei hängen die Früchte des Sauerdorns im Herbst auch in unseren heimischen Parks herum. Ähnlich wie Maulbeeren sind sie voller Vitamin C und entzündungshemmender Stoffe und damit gerade in Herbst und Winter ein Superfood mit immuntärkender Wirkung. Dazu sind sie echte Ballaststoffbomben und damit eine Freude fürs gesamte Verdauungssystem. Gute getrocknete Berberitzen sind nicht überall zu haben. Mark hat einen vertrauenswürdigen Importeur aus dem Iran gefunden, der Berberitzen in toller Qualität und aus kontrollierter Herkunft liefert.

Und dann ist da noch …

Kakao: Schokolade macht glücklich. Und das tatsächlich, weil Kakao die Serotoninproduktion ankurbelt. Allerdings kommt diese Wirkung deutlich besser (und ganz ohne Bauchspeck) in naturbelassenen Kakaobohnen. Hier ist bio absolute Pflicht. Kakaobohnen bringen außerdem einen guten Vitamin B Komplex und reichlich Mineralien mit. Rohkakao in guter Qualität ist allerdings schwer zu bekommen. Mark hat eine Arriba-Rohkakaobohnen aus einer landwirtschaftlichen Kooperative in Ecuador aufgetan, die Kakao traditionell anbaut. Hier ist der volle Nutzen garantiert. Eine kleine Hand voll am Tag bringt schon nach wenigen Tagen spürbare Wirkung! Eine gute Alternative, z.B. als Topping auf dem Paleo-Müsli sind Kakonibs, also zerstoßener Rohkakao.

eatbetter_kakao_superfood

Ganz sicher gehören noch viele andere Produkte auf diese Liste. Auch Quinoa und Hanf zählen sicher mit dazu. Infos hierzu gab es in den EATABLE ESSENTIALS Teil 3.

zu Teil 1 – Öle & Fette
zu Teil 2 –  Salzen, Würzen & Süßen

 

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