EATABLE ESSENTIALS TEIL 1: ÖLE, FETTE & SPECK

Fett ist Leben. Es ist der Treibstoff unserer Menschheitsgeschichte, die Energie der humanen Evolution. Um Fette, kurz-, mittel-, langkettig, gesättigt, ungesättigt oder mehrfach ungesättigt Omega 3, 6 und Omega-irgendwas wird heute eine große Welle gemacht. Fett ist verrufen und soll uns krank machen. Das ist Mumpitz. Und zwar genau so lange, wie du einfach auf Fette zurückgreifst, die nicht industriell verarbeitet wurden. 

Öle und Fette werden, wenn von minderer Qualität, schnell ranzig oder schmecken und riechen übel. Deshalb werden billige Fette ‚raffiniert‘, also industriell aufbereitet. So sind sie länger haltbar und geschmacklich neutral. Wenn du diese Produkte, also z.B. Pflanzenöle und Margarine einfach weglässt, kannst du dir die ganze Wissenschaft um das Fett sparen. Was übrig bleibt versorgt dich mit langanhaltender Energie.

Im Lauf der Jahre habe ich viele Produkte getestet und nur wenige davon für ‚richtig gut‘ befunden.

Die Liste unten soll dir deine Auswahl etwas erleichtern. Wenn etwas für dich dabei ist und du es direkt über die Links hier auf der Seite bestellst kannst du eat better unterstützen – ohne dass es für dich mehr kostet. Dafür, dass du das tust an dieser Stelle sage ich herzlichen Dank 🙂

Öle, Fette und Speck

Kokosöl/Kokosfett: Hier habe ich wirklich lange gesucht und probiert. Wichtig, egal was du kaufst, sind folgende Kriterien: 1. kalt gepresst, 2. erste Pressung und 3. Bio. Gutes Kokosöl ist nicht umsonst, muss aber auch nicht teuer sein. Ich finde das Kokosfett von Guru klasse. Es schmeckt nicht penetrant nach Kokosnuss und ist damit wirklich vielseitig einsetzbar. Und das Preis/Leistungsverhältnis ist meiner Meinung nach sehr fair. Ich kaufe immer den 5 Liter Eimer, im Keller hält das quasi ewig.

Ghee: Kann man auch selber machen, muss man aber nicht. Ghee ist besserer Butterschmalz und geht, obwohl der Rohstoff aus einem Euter kommt, auch unter strengen Paleolithen klar. Lass dich nicht vom leicht ranzigen Geruch abschrecken – Ghee ist zum braten wirklich ideal. Es ist hoch temperaturstabil und verleiht dem Bratgut einen leicht buttrigen Geschmack. Ich verwende Ghee von Finck Naturkost, es ist bio und kommt aus einer ordentlichen Produktion. Da du nicht viel davon brauchen wirst, ist es auch nicht schlimm, dass diese Variante ein paar Cent mehr kostet.

Weidebutter: Der Paleo-Standard ist Kerrygold. Solltest du eine Käserei in deiner Nähe haben lohnt sich vielleicht auch hier ein Besuch – und natürlich die Frage, ob Butter aus Milch von Tieren aus Weidehaltung gemacht wird.

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Rinderfett: Das Fett, das beim auskochen von Rinderknochen frei wird, gehört meiner Meinung nach ganz oben auf die Liste der hochwertigen Fette. Leider habe ich bis jetzt niemanden gefunden, der es ‚kommerziell‘ mit Knochen von Weidetieren produziert, so dass du um eine eigene Herstellung nicht drumrumkommst. Wenn du regelmäßig Knochenbrühe kochst – was ich dir sowieso empfehlen würde – brauchst du nichts weiter tun, als das oben schwimmende Fett mit einer Kelle in ein Glas abzuschöpfen. Rinderfett eignet sich super zum braten mit hoher Temperatur und hält auch bei Raumtemperatur einige Wochen.

Natives Olivenöl: Machen wir es kurz – nirgendwo wird soviel betrogen wie bei der Qualitätsbezeichnung von Olivenöl. Es kann einfach gar nicht soviel ’nativ extra vergine‘ produziert werden wie verkauft wird. Also Hände weg von Supermarkt- und Discounterware. Ich verbrauche ca. 2 Liter pro Jahr – damit fällt der etwas höhere Preis für ein hochwertiges Öl überhaupt nicht ins Gewicht. Die Familie Marmataki auf Kreta baut Oliven an und macht Öl draus. Sie ist meinem Freund Mark persönlich bekannt. Das dezent-fruchtige Öl bekommst du im eat better Shop. Olivenöl, ganz gleich welches, ist übrigens nicht zum Braten geeignet – es wird bei hoher Temperatur zu einem Transfett!

Nuss & Kernöle: sind so eine Sache. Walnussöl, Mandelöl und Kürbiskernöl, wenn du bekommst auch Hanf-, Macadamia- und Pistazienöl können die Küche extrem bereichern. Auch hier rate ich dringend dazu, kleine Produzenten zu wählen, denen du vertraust. Wenn die Öle nicht chemisch behandelt wurden werden sie sehr schnell ranzig – deshalb ist die komplette Supermarkt-Massenware industrieller Ausschuss. Hände weg! Eine Auswahl guter Nuss- und Kernöle findest du demnächst im eat better Shop.

Fetter Speck: Ja es gibt ihn noch, den fetten Speck. Und so unmodern ‚Fetter Speck‘ auch klingt, so hilfreich ist er in der Küche wenn du deftige Fleischgerichte oder z.B. gebratene Pilze zubereiten möchtest. Nun ist auch bei Tieren das Fett die Restmüllkippe des Organismus und daher ist Speckkauf Vertrauenssache. Die Tiere müssen artgerecht gelebt haben, ansonsten holst du dir eine satte Ladung Toxine in den Körper. Eine besondere Freude ist Speck von Wildtieren, falls du also Jäger kennst einfach nachfragen. Ansonsten kann ich dir den Shop der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall ans Herz legen – hier gibt es die beste mir bekannte Qualität.

In Teil 2 der eat better Küchenkunde geht es um Salz, Pfeffer und Gewürze … und SÜßES 🙂

oder direkt zu Teil 3 – Samen, Saaten, Kokos

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