Sind doch nur 2 Wochen – 14 Tage – 28 Mahlzeiten …

Von unserer Entscheidung zum Ernährungsumstellungs-Experiment mit Andreas hatte ich ja hier bereits berichtet.

Der Entschluss war gefasst, meine Frau und ich hochmotiviert und von Andreas optimal vorbereitet. 2 Wochen straight, das war die erste Herausforderung. Und der erste Schritt: Entgiftung. Mit Suppe!

Mit klarer Anweisung für die Herstellung der Suppe ging’s ans Werk. 24 Stunden Knochen auskochen, auch über Nacht. Theoretisch kein Problem … praktisch sollte das aber dann doch jemand machen, der weiß, dass der Deckel auf der Suppe aufliegen muss (so funktioniert das erwiesenermaßen problemlos) und eben keinen Spalt offen ist. In dem Fall übernahm aber am Abend ich alter Koch-Legastheniker das Projekt. Keine gute Idee … „Irgendwie riecht’s hier verbannt.“ Ich ahnte morgens beim Aufstehen schon, was passiert war. Wasser weg, Knochen angebrannt. „Mist!“

War der Plan schon am Anfang gescheitert? Nein! Andreas beruhigte, wir improvisierten. Dann eben keine Knochen sondern eine modifizierte Zusammenstellung der Supplemente. Hauptsache es geht los! Also erstmal 3 Tage Suppe. Gibt schöneres, passt aber. Und mit viel zusätzlicher Wasseraufnahme erfüllt es seinen Zweck: Spülung! 😉

Am dritten Abend gab es dann wieder feste Nahrung nach speziellen Rezepten und den klaren Do’s und Don’ts bei der Auswahl der Zutaten. Damit kam – zumindest für mich als alten Gemüsemuffel – die größte Herausforderung. Spinat, Blumenkohl & Co. als Hauptelement jeder Mahlzeit –  es sollte tatsächlich das einzige sein, was man aus vernünftiger Herkunft ausnahmslos essen darf. „Aber so ganz ohne Trägerkartoffel? Und was ist mit Sauce?“ – „Erstmal nicht.“ – „Hmmm … Immerhin gibt’s Fleisch.“ Was soll ich sagen: Es kostete erstmal Überwindung, aber auch das funktioniert, wenn mn es nur will. Ist reine Kopfsache.

Apropos Kopfsache: Das Gehirn mag das tägliche „Gift“ ganz gerne, nämlich in Form von Kohlenhydraten, Stärke und Zucker. Und wenn es das auf einmal nicht mehr bekommt, dann reagiert es … mit Kopfschmerzen! „Du bist quasi auf Entzug. Trink einfach mehr Wasser!“. „OK Chef! Macht ja auch irgendwie satt.“ 😉 Aber auch darin muss man den positiven Aspekt sehen: die Entgiftung funktioniert – merklich! Übrigens habe ich seit diesen ersten Tagen keine Kopfschmerzen mehr gehabt.

Die ersten 2 Wochen gingen erstaunlich gut rum, auch mit dem erhofften Erfolg: 8 Kilo in 14 Tagen konnten sich sehen lassen. Und das war auch die Motivation zu sagen: weiter geht’s! Und zwar genau so!

Den 8-Kilo-in-2-Wochen-Rhythmus konnte ich zwar nicht halten, aber es pendelte sich dann bei durchschnittlich 2 Kilo pro Woche ein. Auch mit einem monatlichen Ausnahmetag. Das Geheimnis: einfach danach wieder weitermachen!

Ich bin mittlerweile in Woche 11 – ohne Süßigkeiten, ohne Nudeln, ohne Reis, mit ganz wenig Kartoffeln und nur einem Käsebrötchen-Frühstück an Ostern. Und was ich nie gedacht hätte: es fehlt mir nicht. Die erlaubten Sachen sind mittlerweile nämlich auch sehr lecker. 😉

Ach ja – Stand heute sind es -21 Kilo! 🙂

Bleibt dran, ich bleibe es auch.

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